Was, wenn lieber anders?

IMPULSE – 15. Januar 2016

Die guten Erfahrungen aus der Vorbereitung und Durchführung des Kongresses 2013 haben ihre Eindrücke hinterlassen: Wir freuen uns sehr darüber, dieses spannende und vielversprechende Jahr 2016 mit einem Sondervikar in Person von Raphael Below beginnen zu dürfen. Und wir freuen uns auf die nächsten abenteuerlichen Wochen und Monate zu viert in unserem Büro in Linden. Hier stellt Raphael sich vor: 

 

Jetzt sitze ich hier also, an meinem neuen Arbeitsplatz. Am Schreibtisch gegenüber Julia, meist verborgen hinter dem großen Bildschirm. Im Nebenzimmer Maria und Sandra, deren Mitstreiter bei Kirche² ich seit einigen Tagen bin.

 

Wie es dazu kam? Bislang habe ich das hinter mir, was unter evangelischen Theologen als normal gilt: An die sieben Jahre Studium, darauf zwei weitere Vikariat, sodass man dann Anfang / Mitte dreißig (jaaa, manche schaffen’s auch etwas eher, aber die können doch unmöglich mit Ernst studiert haben! ;)) in den Pfarrberuf starten kann. Klar, ein bisschen Praxiserfahrung gab’s auch vorher schon. Aufgewachsen als Pfarrerssohn in niedersächsischer Dorfidylle, geistlich beheimatet bei mc² ,  im Studium Erfahrungen bei Campus für Christus und Vineyard gesammelt, um erst nach dem Examen (während meines Postboten-Jahres im schönen Freiburg) erstmals wieder einen Fuß in eine (unkonventionelle) landeskirchliche Gemeinde in Gestalt der Dreisam3 zu setzen. Schließlich das Vikariat in Hildesheim.

 

Dass ich der nächsten großen Etappe „Pfarramt“ nun noch einen Zwischenschritt in Form eines Sondervikariats vorordne, ist keine Flucht vor der ersten Stelle (obwohl ich vor der tatsächlich Respekt habe). Für mich ist es die Chance, noch einmal mein eigenes Profil zu entwickeln und zu schärfen. Mein Vikariat war gut: Ich hatte eine hervorragende Mentorin, eine offene Gemeinde und im Predigerseminar eine gute Vorbereitung auf den Ist-Zustand landeskirchlicher Realität. Aber was, wenn ich in der nicht aufgehe? Wenn liturgische Gottesdienste gar nicht so mein Ding sind? Wenn mir die wichtig sind, die den Gemeinden häufig fern bleiben? Wenn ich mir Kirche ganz anders vorstelle, als sie vielerorts existiert?

 

Dann braucht es noch etwas anderes als eine Vorbereitung auf den Ist-Zustand. Dann braucht es Vernetzung mit denen, die ähnliche Fragen haben. Reinschnuppern in die FreshX-Welt. Inspiration für Kopf und Herz.

 

Das erhoffe ich mir von meiner Zeit bei Kirche². Und obwohl alles noch ganz neu ist, fühlt es sich schon ziemlich richtig an.

 

Raphael Below

 

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