Was passiert dazwischen?

IMPULSE – 7. März 2014

Schon wieder ist es fast einen Monat her, seitem hier ein neuer Blogpost erschien. Daher fasse ich einfach mal alles, was in der Zwischenzeit so passiert ist, zusammen. So erhalten Sie einen guten Überblick über das, was uns in der Zwischenzeit bewegt hat und ich stelle dabei fest beeindruckt fest: Ganz schön was los!

 

Tagung in Loccum »Kirche vor Ort ökumenisch neu denken«

 

Ein bisschen mehr als ein Jahr nach dem Kongress stellten wir uns im Februar in Loccum auf einer Tagung mit dem Thema »Kirche vor Ort ökumenisch neu denken« der Frage nach den ekklesiologischen Hausaufgaben, die der Kongress uns gestellt hat.

 

Dr. Dagmar Stoltmann-Lukas, Referentin für theologische Grundfragen und Ökumene im Bistum Hildesheim, beschreibt ihre Erfahrung dort so:

 

Propst Galluschke begann seine Ausführungen mit einem Hinweis auf den „Zwischentag“, den Karsamstag, den Tag zwischen Karfreitag und Ostersonntag. Mir ist das deshalb hängengeblieben, weil ich als Kind den Karsamstag sehr mochte: Um 12 Uhr mittags war die Fastenzeit vorbei… gefühlt war für mich Karsamstag schon ganz nah bei Ostern, aber es war eben noch nicht soweit… Die Tagung in Loccum hat bei mir „Zwischentagsgefühle“ geweckt: Auf der einen Seite gab es die Präsentation von nüchternen z.T. ernüchternden Zahlen zur Situation der Kirche in Deutschland, von Prof. Pollack eindrucksvoll dargestellt. Diese Zahlen machen mich nachdenklich, sie bedürfen der Deutung. Und diese Deutung steht für mich noch aus. Auf der anderen Seite hörte ich Sixti-acts Geschichten aus St. Sixti in Northeim, höchst ungewöhnliche, z.T. abgefahrene Ideen, die anstecken werden. Der „Zwischenzustand“ macht es möglich, festzustellen, wo man sich gerade befindet, sich zu sortieren,…um dann gezielt die nächsten Schritte zu setzen. Den einen nächsten Schritt kenne ich schon: Ich werde weiter darüber nachdenken, wie Kirche zu verstehen ist, wenn sie sich wirklich ökumenisch versteht. Wie gut, das mit anderen tun zu können, die auch darüber nachdenken wollen.

 

Auch Pastor Dirk Stelter, Ökumenebeauftragter der Landeskirche Hannovers, schildert das, was er mitgenommen hat:

 

Fasziniert hat mich, was Matthias Eggers erzählt hat: 2005 wurde der Katholik Pfarrer in Wolfenbüttel – in einer Pfarrei, die früher einmal ein ganzes Dekanat mit neun Priestern war. Eine Aufgabe, die viele hätte verzweifeln lassen. Er konnte sie angehen, weil er nicht mit einem ortsüblichen, vorgefassten Konzept von Gemeinde kam. Vielmehr trug er innere Bilder von Gemeinde in sich, die er in der Begegnung mit Gemeinden und Kirchen an anderen Orten der Welt erfahren und in sich aufgenommen hatte. Sie gaben ihm ein weites Spielfeld an Möglichkeiten, die Situation zu verstehen, neue Wege zu entwickeln und sie zu gehen. Neben vielem anderen nehme ich auch einen Satz von Dr. Cornelia Richter mit. Auf die Kritik, dass von den Professoren mehr Konkretes kommen müsse, reagierte die evangelische Professorin so: „Sie vermissen Konkretionen. Aber Sie liefern auch keine Konkretionen.“ Die eigenen Hausaufgaben kann einem niemand abnehmen. Es hilft, sie konkret zu machen. Nur so können sie dann auch getestet – und dann verworfen oder verbessert und vorangebracht werden. Landeskirche und Bistum – wie haben einander viel zu erzählen, viel von einander zu lernen, viel gemeinsam zu entwickeln.

 

All dies hat natürlich auf auf der  Website der Landeskirche Hannovers als Tagesthema seinen Platz gefunden.

 

Forum missionarischer Impulse 

 

Immer wieder erhalten wir nun Anfragen ein bisschen von unserem FreshX-Kurs zu erzählen. Unter anderem hatten wir vergangenen Mittwoch die Gelegenheit im Rahmen des Forums missionarischer Impulse hier in Hannover einen kleinen Workshop zu diesem Thema zu leiten. Einen Eindruck davon können Sie in dieser Zusammenfassung gewinnen. Ich glaube zur Einstimmung, für einen Überblick ist das ganz gut.

 

Fast sechs Minuten 

 

Weil es immer wieder vorkommt, dass wir gefragt werden, was Kirchehoch2 eigentlich ist, haben wir uns einmal ein bisschen Zeit genommen und überlegt, wie wir das erklären würden. In einem kleinen Film konnten wir das dann zusammenfassen. Hätten Sie es auch so erklärt oder ganz anders?

 

 

Den Film kann man auch in unserem YouTube Kanal finden, einbetten, verlinken usw. Und ich bin natürlich gespannt, was Sie dazu sagen.

 

Vorankündigung: Fresh X Kurs 2014/15

 

Endlich ist es so, dass die Planungen für den nächsten Fresh X Kurs soweit sind, dass wir die ersten Termine veröffentlichen können: Zum einen findet der Info-Tag dazu am 14.6.2014 im Stephansstift in Hannover statt und die Kurstermine sind 10.-11.10.2014, 07.-08.11.2014, 16.-17.01.2015, 20.-21.03.2015, 08.-09.05.2015 und 17.-18.07.2015 jeweils Fr ab 18 Uhr bis Samstag 18 Uhr (soweit es möglich ist, sollten die Teilnehmenden an allen Wochenenden dabei sein, der Kurs baut aufeinander auf). Alles Weitere dazu werden wir in Kürze natürlich veröffentlichen und den Bereich des Kurses auf unserer Website etwas ausbauen.

 

Vorankündigung: Katholikentag

 

Seit heute kann man auf der Website des Katholikentags 2014 in Regensburg das Programmheft der Veranstaltung herunterladen. Mit zwei Veranstaltungen ist Kirchehoch2 dort auch vertreten: Am Freitag um 14.30 – 15 Uhr mit einem Podium zum Thema »Kirchehochzwei – Kirche in einer neuen Dimension« (S. 280) und ebenso am Freitag um 16.30 – 18 Uhr mit einem Werkstatt zum Thema »Kirche ganz frisch – Wie neue Gemeinden entstehen können«  (S. 287). Wir freuen uns auf anregende Diskussionen und eine gute Zeit in Regensburg im Mai.

 

Ich hoffe, ich finde in der nächsten Zeit selbige wieder häufiger zu bloggen,… Denn so wie ich es sehe gibt es weiterhin viel zu erzählen.

 

Maria Herrmann

 

 

Nachtrag: Der Link zu der Zusammenfassung der Kurse wurde nachträglich aktualisiert, da es diese Zusammenfassung erst seit 2018 gibt.

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