Neu hier?

IMPULSE – 18. September 2018

Hi, ich bin Antonia und ganz neu hier bei Kirchehoch2 – gewissermaßen fresh. 😉

Für die nächsten vier Wochen darf ich als Praktikantin das Team von Kirchehoch2 begleiten. Ich werde in dieser Zeit vor allem da sein und schauen, was so passiert; werde ein paar kleinen Aufgaben nachgehen, wie beispielsweise der Katalogisierung der kleinen Bibliothek des Büros, und mitdenken.

Wie es dazu kam? Nun ja, eigentlich bin ich eher zufällig auf Kirchehoch2 oder besser auf Maria Herrmann gestoßen. Es war ein Vortrag von ihr mit dem Titel „Was die Farbe Rosa mit der Zukunft der Kirche zu tun hat”, der mich ansprach und das nicht nur, weil „Rosa” im Titel vorkam. 😉

Irgendwie fand ich das, was sie sagte, und vor allem wie sie es sagte, cool. Mal anders. Inspirierend. Wenige google-Momente später fragte ich sie in klassisch-kirchlicher Kaffeeumtrunks-Atmosphäre, in der ich ohnehin immer etwas überfordert durch die Gegend flaniere, nach einer möglichen Praktikumsstelle.
Und ja, es hat irgendwie funktioniert. Seit zwei Tagen bin ich in Hannover und sitze nun dort, wo Fragen gestellt werden, die mich wirklich interessieren – Fragen, die nach der Zukunft von Kirche fragen.
Ich, die sich hier ja eigentlich vorstellen sollte, lebe im sehr schönen Freiburg. Dort studiere ich nun schon eine Weile Theologie und Philosophie. Ich mag guten Wein, das Kochen, schöne Rucksäcke, Menschen und das Reisen.

Bei einer Reise auf die Philippinen durfte ich vor einiger Zeit Menschen kennen lernen, die etwas Großartiges geschaffen haben: eine Partizipative Kirche, die vielfältige Wege des Glaubens geht, gemeinsam in kleinen Gruppen, nachbarschaftlich – und zwar im täglichen Leben und nicht in einer Parallelwelt daneben.

Wie schön, wenn das bei uns doch auch so wäre, dachte ich meiner damaligen Euphorie. Natürlich nicht genauso. Vieles müsste anders sein. Die meisten meiner Nachbar*innen kenne ich höchstens vom wöchentlichen Müllrausbringen und ohnehin klingt „Nachbarschaftsgemeinde” für Mittzwanziger auch eher schräg als innovativ. Schon klar.

Dennoch lässt mich das Nachdenken darüber, wie Kirche hier in Zukunft sein könnte, nicht los. Menschen menschlich wahrnehmen, wie sie so sind, was sie lieben und was sie nervt und von dort aus über Kirche und ihre Zukunft(en) nachdenken – das finde ich reizvoll. Ja, Menschen sind verschieden. Das macht es doch eigentlich erst interessant. Und ja, manchmal auch schwierig. In so manches System passt man einfach nicht so richtig rein. Vor diesem Phänomen stehe ich selbst – als Studentin, die „sowohl” die Theologie, als “auch auch” die Zigarette vor dem Frühstück, retro-schicke Räume, Gleichberechtigung und so viele andere wunderbare Trends unserer Zeit mag, nicht selten.

Weil ich erfahren will, wie andere nach ihren Formaten der Sendung suchen, welche verändernden Ideen von Kirche sie träumen und welche Räume von Kirche sie schon gefunden haben, bin ich hier.

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