Springt der Funke über?

IMPULSE – 23. Juli 2014

Ein Samstag im März. Im Tagungshaus Hohenböken bei Bookholzberg  zwischen Bremen und Oldenburg treffen sich 25 Vertreter*innen aus unterschiedlichen Landeskirchen, Bistümern, einem Missionswerk, landeskirchlichen Gemeinschaften und Freikirchen. Eingeladen hatten wir zu einer kleinen Denkfabrik, um einen regionalen Kirchehoch2-Tag für den Mai 2015 zu planen. Christian Hennecke und ich erinnern mit einem Clip an den ökumenischen Kongress Kirchehoch2. Bei einigen leuchtet die Erinnerung im Gesicht auf. Sie waren im Februar 2013 mit in Hannover dabei. Kann es gelingen, dass der Funke überspringt?

 

Wir beginnen mit einer Gesprächsrunde im Kleingruppen. Welche Erfahrungen mit Kirche haben mich im letzten Jahr begeistert? Von Gottesdiensten  an anderen Orten ist die Rede, dem beeindruckenden Glaubenswegen junger Menschen, von Papst Franziskus und dem Willow-Kongress, von Initiativen unterhalb des normalen kirchlichen Radarschirms und dem beeindruckenden Engagement von Menschen, von neuen Gesichtern bei Gaubenskursen und Erfahrungen bei Exerzitien. Bunte Vielfalt ermutigender Erfahrungen. Und schnell wird deutlich: Ja, diese Erfahrungen möchten wir teilen. So bunt soll der Tag werden, geprägt von vielen Gesichtern und Geschichten. Um gemeinsam zu erleben, wie kreativ das Evangelium Gestalt gewinnt und sich Kirche bildet – in den bewährten Formen und auch an überraschend anderen Orten, wie einem Tattoo-Studio. Begegnung, Inspiration, ökumenische Vielfalt, viele Sprachen, die von Gottes Gegenwart erzählen – all das klingt nach Kirchehoch2. Und immer wieder taucht die Frage auf, welche Rolle der Ort und die ländliche Umgebung für den Tag spielen können.

 

Aus den Teilnehmenden setzt sich eine kleine Planungsgruppe zusammen, die nach einem passenden Format und einem entsprechenden Namen sucht. Ein Rundgang  durch das Herrenhaus und die parkähnliche Anlage lässt ein gemeinsames Bild entstehen. Auf dem von Säulen getragenen Balkon des Herrenhauses begrüßt eine Band die ca. 300 Gäste. Die Türen des Saales sind zum Park hin weit geöffnet. Entspannte Flaneuratmosphäre. Auf dem ganzen Gelände verteilt stehen Pagodenzelte, in denen man mit Menschen über ihre Projekten und Ideen ins Gespräch kommen kann. Dazwischen Musik und Kleinkunst, ein begehbares Labyrinth, in den Räumen Workshops und ein durchgängig geöffneter Raum der Stille. Ein gemeinsamer Beginn mit ökumenischen Stimmen und ein Gottesdienst am Schluss, in dem wir uns vom dem senden lassen, dessen Namen wir als Christen tragen dürfen.

Ein Begriff für dieses Bild ist bald gefunden: Eine ökumenische Landpartie. Und mit der Theologin und Literatin Christina Brudereck haben wir eine Referentin gewonnen, die den ökumenischen Weg von Kirchehoch2 seit fünf Jahren begleitet und der Landpartie einen besonderen poetischen Esprit geben wird. Micha Keding, vielseitiger Chorleiter und bekannt für seine tollen Gospelworkshops, wird uns mit seiner musikalischen Leidenschaft anstecken.
Bunt wird der Tag durch all die Menschen, die ihre Hoffnungen und Idee, Träume und Erfahrungen mitbringen. Daher suchen wir Gruppen, die mit ihren Ideen und Projekten zum Gelingen des Tages beitragen, die ein Labyrinth bauen, eine meditative Begehung vorbereiten, von einem Projekt berichten und dabei andere aktiv mit einbeziehen, ein Workshopangebot machen. Herzliche Einladung zur Mitwirkung! Ihre Idee können Sie uns per Mail schicken.

 

Philipp Elhaus

 

Nachtrag: Die Dokumentation der Landpartie findet sich hier.

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