Wie aufregend, wie Mut machend, wie inspirierend!

 

Ökumene war kein Thema, weil uns gemeinsamen die Sehnsucht einer missionarischen Kirche verbindet. Vielfalt, Farben, Experimente und irgendwie eine selten gespürte Aufbruchsstimmung. So habe ich den Kongress erlebt. Nicht nur die Impulse aus England, auch die bereits in Deutschland sichtbaren Aufbrüche machen Mut für Gegenwart und Zukunft von Kirche. Mit einem Stand waren wir mittendrin.

 

Ob auch wir eine „Fresh X“ sind ohne es je so genannt zu haben? Nach 35 Jahren MZ-Hanstedt scheint das fraglich. Manches wirkt eingefahren, gewohnt und wenig spektakulär. Oder doch? Eine WG junger Leute, die bewusst als Christen zusammen leben und arbeiten. Und die sich abends vor die Konfis stellen, eine Andacht gestalten und von ihrem Glauben erzählen. Besinnungswege, die kreuz und quer durch die Landschaft führen, begangen von den unterschiedlichsten Menschen. Ein Gästehaus, das neben kirchlichen Gruppen auch Schulklassen und Ausflugsgruppen aufnimmt und deren Interessen unterstützt. Diverse Projekte, die zwar meist von und in Gemeinden veranstaltet werden, jedoch weit über deren Grenzen hinausreichen.

 

Besser nicht wir selbst entscheiden darüber, ob unsere Arbeit als „Fresh X“ das Bild von Kirche für die Zukunft prägen kann. Das mögen andere über uns entscheiden. Michael Herbst hat in Anlehnung an die Impulse aus England vier Kriterien für solche „FreshX-Qualität“ von Kirche benannt: missionarisch nach außen wirken – an neuen Orten Wurzeln schlagen – zur Nachfolge befähigen – Kirche sein und werden.

 

Stellen wir uns der Herausforderung: Messen wir unsere Zukunftsfähigkeit an diesen Kriterien! Nicht nur, aber auch für uns wird dies nicht nur frische Formen, sondern auch frischen Wind ins Glaubensleben und in die konkrete Arbeit bringen. Und auch „alte“ Arbeitsformen werden dann wieder „jung“, dynamisch und ausstrahlend.

 

Hermann Bruenjes

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