Brauchen wir mehr Freiraum für Zukunft?

IMPULSE VERANSTALTUNGEN – 24. Oktober 2018

Ein Veranstaltungsrückblick zu "Freiraum Zukunft," einem Vernetzungstreffen, das am 19.10.2018 in Stade stattfand. Sabine Ulrich (RaumZeit) erzählt stellvertretend für das regionale Vorbereitungsteam von der Entstehung sowie Planung der Veranstaltung und berichtet vom Abend selbst.  

Zu einem leichten und lichtvollen Abend unter dem Titel "Freiraum Zukunft" hatten wir ins CFK-Valley nach Stade geladen.

Wir, das ist in ökumenisches Team von Menschen, die sich Anfang des Jahres gemeinsam auf den Weg gemacht haben, um über Wandel und Zukunft der Kirche nachzudenken und möglichst viele Menschen auf diesem Weg mitzunehmen. So stand irgendwann die Idee im Raum, einen Abend anzubieten, an dem „Kirche“ auch mal anders erlebt werden kann, der Lust auf mehr macht und die Energie in den Menschen weckt, an je ihren Orten selbst aufzubrechen.

 

Es wurde für uns alle ein überraschender Abend. Statt der angemeldeten Personenzahl kamen doppelt soviele Menschen und wir erlebten, dass es geht. Hier und da haben wir improvisiert, aber es hatte nie den Eindruck von etwas Provisorischem. Dabei half die Solarhalle des CFK-Valley, eine besondere Atmosphäre zu schaffen. Aus Glas und Stahl gebaut, mit Solarelementen bedeckt, ist sie ganz anders als die meisten Kirchen und Gemeindehäuser unseres Landes. Das wirkte, ebenso wie eine wunderbare Lichtliturgie – nicht mit Kerzen, sondern mit einem Sonnenglas – und ein Gespräch mit Thomas Friedrichs, einem Mitbegründer dieser Forschungseinrichtung. Von Carbon und Verbundstoffen als Stoffen der Zukunft, die Leichtigkeit schaffen und über neue Möglichkeiten nachdenken lassen, ebenso wie von den Freiräumen, die es braucht, um zu forschen und neue Wege zu gehen, berichtete er. Nur wer Freiräume eröffnet bekommt, kann andere oder neue Ideen verfolgen, testen und dann in den Alltag einspielen. Sein persönlicher Antrieb, so Thomas Friedrichs, sei es, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen und daran mitwirken zu dürfen.

 

Zwischen Bewahren und Aufbruch
Diese Gedanken regten die Besucher an, über die Fragen nachzudenken, die in ihren Gemeinden oder „der Kirche“ oben auf liegen oder auch unter den Nägeln brennen. Intensive Gespräche, die unsere Planungen noch einmal auf den Kopf stellten, entstanden. Zwischen „es braucht Freiräume für Neues“, „Kirche muss leichter werden“ und „das Alte muss erhalten werden“ schwankten die Beiträge. Sie zeigten deutlich, wie unterschiedlich und breit gefächert die Menschen im Glauben und in den Kirchengemeinden unterwegs sind. Das fordert uns heraus, immer wieder neu über Aufbrüche nachzudenken und die Frage zu stellen, wie die Kirche der Zukunft aussehen kann und was der Stoff der Zukunft ist, den es zu entdecken gilt. Fest steht, es wird weitergehen, das gemeinsame Nachdenken über und Ringen um die Wege, die Glaube und Kirche zukünftig gehen werden. Dazu braucht es Freiräume und die wollen wir eröffnen. Also dürft ihr gespannt sein, wie es weitergeht. Wir halten euch auf dem Laufenden.

 

Sabine Ulrich

Zurück zu den Impulsen

Das könnte dir auch gefallen: