Kaffeekochen?

IMPULSE – 1. August 2013

Seit Anfang dieser Woche sitze ich im Projektbüro von Kirchehoch2 nicht mehr alleine. Hanna wird uns als Praktikantin in den kommenden vier Wochen eine große Unterstützung bei den Vorbereitungen zum FreshX-Kurs sein und ich freue mich über die Zusammenarbeit und darüber, dass sie mir ein paar Fragen beantwortet hat damit ich sie hier vorstellen kann. Danke, Hanna. Schön, dass du mit an Bord bist!

 

Woher kommst du, was machst du?

»Ich komme ein bisschen von hier und da. Seit April 2013 lebe ich in Göttingen, wo ich im achten Semester Theologie studiere. Gerade sind Semesterferien und so nutze ich die Zeit, für ein vierwöchiges Praktikum im „Projektbüro Kirchehoch2“ im Haus kirchlicher Dienste in Hannover.«

 

Was ist für dich Kirche²?

»Die Bewegung Kirchehoch2 ist eine Antwort auf meine Sehnsucht nach Veränderung der Kirche. Sie ist ein Weg, um mit Gott nah bei den Menschen zu sein. Kirchehoch2 ist Hoffnungswecker und Mutmacher. Und Kirchehoch2 ist ökumenisch, denn „hoch zwei“ ist „doppelt gut“.«

 

Woran wirst du arbeiten und was willst du dabei lernen?

»Praktikum = Kaffeekochen!?« So dachte ich mir… Nicht so bei Kirchehoch2 (es gibt hier einen gemeinsamen Kaffeeautomaten, der zu jeder Tageszeit Kaffee bereithält): Stattdessen werde ich an der Powerpoint-Präsentation für den FreshX-Kurs arbeiten, wobei ich mich am englischen Vorbild des Kurses mission shaped ministry orientiere. Außerdem darf ich bei Steuerungsgruppentreffen und der Vorbereitung von Glaubenskursen dabei sein.

Und bei all dem möchte ich lernen, wie das eigentlich geht: erkennen, an welchen Stellen Gemeinden sich entwickeln können, vielleicht sogar neu entstehen, und ihnen dann mit passendem Rat und helfender Tat zur Seite stehen.«

 

Wo siehst du die Zukunft von Kirche…?

»Eine Zukunft wird die Kirche meiner Meinung nach nur haben, wenn sie sich (also wir uns) mit der Gegenwart auseinandersetzt und sich ernsthaft dafür interessiert wie unterschiedliche Menschen leben, welche Sprache sie sprechen, welche Interessen und Sorgen sie haben. Es reicht nicht, es so zu machen, wie man es immer gemacht hat, egal ob vor 15, 50 oder vor 500 Jahren. Kirche muss immer wieder neu in der Gegenwart ankommen – man könnte auch sagen „Ecclesia semper reformanda“ – um ein Zukunft zu haben. Und die wird hoffentlich bunt und fröhlich.«

 

… und was hat das mit deiner Zukunft als Vikarin/Pastorin in deiner Landeskirche zu tun?

»In einer Kirche, die dunkelgrau und langweilig ist, möchte ich nämlich nicht arbeiten, um dann womöglich noch die Letzte zu sein, die das Licht ausmacht und abschließt. Stattdessen möchte ich mitgestalten, mit den Gaben, die Gott mir gegeben hat. Es liegt mir am Herzen, dass Menschen sich beGEISTern lassen und gemeinsam Evangelium leben und weitergeben wollen, auf ihre Art und mit ihren Mitteln. Innovativ und kreativ. Diese Zukunft, die sich ganz zart am Horizont schon abzeichnet, finde ich so spannend, dass ich unbedingt dabei sein will.«

 

Maria Herrmann

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