Wie formatieren wir uns?

IMPULSE – 6. November 2013

Wie das ja manchmal so ist, las ich heute morgen in den Texten zum Tage etwas, das mich sofort ansprach – die Sache mit dem Turmbau in Lukas 14: »Seht euch das an! Dieser Mensch hat angefangen zu bauen und war nicht imstande, es zu Ende zu führen.«

 

Ein bisschen fühlt es sich gerade so an, denn schweren Herzens müssen wir die für den November in Göttingen und Lüneburg geplanten Barcamps absagen. Es scheint, als ob wir unsere Hausaufgaben nicht so richtig gemacht haben. Wir sind an dieser Stelle erst mal nur bis zum Fundament gekommen.

Ich glaube es ist so, wie wir es auch in der eMail mit den angemeldeten Teilnehmer*innen beschrieben haben: Die Zeit ist (noch) nicht reif. Aber – und das ist die wichtigste Erkenntnis für mich in diesem Prozess – das Scheitern an dieser Stelle macht mich wachsam und aufmerksam, wie es weitergehen kann. Mit dem Netzwerken und mit dem, was wir uns von dem Veranstaltungsformat Barcamp erhoffen.

 

Was braucht es, damit so ein Format funktioniert? (Mehr Vorlauf? Mehr Informationen zu dem Format selbst? Ein konkreteres Thema? Im Gegensatz zu einem klassischen Barcamp fixe Anmeldefristen, die an den kirchlichen Kontext angepasst sind?) Vielleicht haben Sie ja an dieser Stelle einen Hinweis für uns, gerne hier in den Kommentaren oder wie immer per eMail.

 

Damit es für Sie an dieser Stelle auch nachvollziehbar ist hier die eMail, die wir an die bisher angemeldeten Teilnehmer geschickt haben: 

 

Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Anmeldung und das damit verbundene Interesse an den Barcamps von Kirchehoch2.

 

Nach intensiver Vorbereitungszeit haben wir uns sehr auf die beiden Barcamps in Göttingen und Lüneburg gefreut. Die Anmeldezahlen sind leider für dieses Veranstaltungsformat zu niedrig. Die Zeit für dieses Format scheint noch nicht reif genug zu sein.

 

Daher müssen wir beide Veranstaltungen schweren Herzens absagen.

 

Es ist uns ein großes Anliegen, Ihr Engagement, das sich ja mit der Anmeldung zu und der Unterstützung eines so partizipativen Veranstaltungsformates zeigt, wahr und erst zu nehmen. Mit einem gemeinsamen ökumenischen Projektbüro in Hannover, an dem wir in den nächsten Wochen arbeiten, möchten wir für dieses Interesse weitere Räume und Möglichkeiten öffnen.

Die Idee von Barcamps werden wir weiterhin intensiv verfolgen und daher sicherlich auch noch einmal auf Sie, Ihr Interesse und Ihre Expertise zurückkommen. Wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass sich dieses Format mit dem Anliegen von Kirche² ideal verbinden lässt, auch wenn dies einen längeren Anmarschweg bedeutet. Wenn Sie uns auf diesem Weg begleiten, freuen wir uns.

 

Darüber hinaus werden wir in den kommenden Monaten intensiv Kontakte mit den vielen engagierten Interessierten knüpfen, die es in unseren Kirchen gibt. Denn es werden ja schon viele innovative Experimente gewagt. Menschen befinden sich im Aufbruch – und wir können mit ihnen zusammen entdecken, welche Vernetzungen und Unterstützungen es braucht – und wie in Zukunft unsere unterschiedlichen Erfahrungen gut füreinander ansichtig werden können, damit eine Lerngemeinschaft entstehen kann.

 

Wir freuen uns über diese zukünftigen Wege und Möglichkeiten, einander noch besser kennen zu lernen und unsere Bewegung ins Laufen zu bringen. Wenn Sie dazu noch Fragen oder Anregungen haben, melden Sie sich bitte unter dieser eMail Adresse zurück.

 

Für die Projektstelle Kirchehoch2 und mit vielen Grüßen,
Sandra Bils und Maria Herrmann

 

Maria Herrmann

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